Für mehrere Wochen in einem anderen Land arbeiten, neue Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und erleben, wie die Nagel-Group über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeitet: Genau diese Möglichkeit bietet der internationale Niederlassungsaustausch in der Ausbildung.
Luise und Dominic haben diese Chance genutzt. Luise, heute HR-Managerin bei Nagel Technical Services in Versmold, absolvierte ihren Austausch in Polen. Dominic, Auszubildender zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung in Borgholzhausen, war für mehrere Wochen am Standort Padborg in Dänemark. Im Gespräch erzählen beide, warum sie sich für den Austausch entschieden haben, wie sie vor Ort aufgenommen wurden und was sie fachlich wie persönlich aus dieser Zeit mitgenommen haben.

ANKOMMEN UND ARBEITEN IM INTERNATIONALEN TEAM
Wie kam es dazu, dass ihr am internationalen Niederlassungsaustausch teilgenommen habt und warum habt ihr euch dafür entschieden?
Für Dominik war schnell klar, dass er den Austausch im Ausland machen möchte. „Wenn ich diese Chance habe, möchte ich direkt ins Ausland“, erzählt er. Ihn interessierte besonders, wie an einem internationalen Standort gearbeitet wird und wie die Kommunikation mit anderen Niederlassungen funktioniert. Auch Luise musste nicht lange überlegen. Für sie war der Austausch sogar ein Punkt, der die Nagel-Group schon bei der Bewerbung interessant gemacht hat: „Als die Möglichkeit dann konkret wurde, bin ich direkt zu meiner Ausbildungsleitung gegangen und habe gesagt: Das würde ich gerne machen.“
Die Wahl fiel bei Luise auf Polen, weil sie dort große Niederlassungen und administrative Prozesse kennenlernen konnte. Gleichzeitig war es für sie auch persönlich reizvoll: ein neues Land, eine andere Kultur und die Erfahrung, allein in ein fremdes Umfeld zu gehen. Dominik zog es nach Dänemark, auch, weil ihn Skandinavien schon vorher interessiert hat.
Wie wurdet ihr vor Ort von den Kolleginnen und Kollegen aufgenommen?
Der Einstieg gelang beiden leichter, als man es vielleicht vor einem Aufenthalt im Ausland erwartet. Dominik hatte schon vor seiner Ankunft einen festen Plan: Unterkunft, Ansprechpartner und Einsatzbereiche waren vorbereitet. „Ich hatte direkt das Gefühl, willkommen zu sein. Es war nicht so, dass ich am ersten Tag dastand und nicht wusste, wohin.“ Auch Luise beschreibt die Aufnahme in Polen als sehr herzlich. Sie wurde aktiv eingebunden, ihr wurde viel erklärt und die Kolleginnen und Kollegen interessierten sich gleichzeitig dafür, wie am deutschen Standort gearbeitet wird. „Alle haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und hatte immer jemanden, an den ich mich wenden konnte.“ So entstand bei beiden schnell das Gefühl, nicht nur zu Besuch zu sein, sondern wirklich Teil des Teams auf Zeit.
NEUE AUFGABEN, NEUE ABLÄUFE, NEUE PERSPEKTIVEN
Welche Aufgaben oder Abläufe habt ihr am Standort kennengelernt und was war im Vergleich zu eurem Heimatstandort besonders spannend oder anders?
Luise bekam in Polen Einblicke in verschiedene administrative Bereiche: Sie lernte Recruiting-Prozesse kennen, bearbeitete Bewerbungen, unterstützte in der Schadensbearbeitung und begleitete die Assistenz der Niederlassungsleitung. Dominik war in Dänemark unter anderem im LTL Import, Export FTL und LTL Netzwerk Import eingesetzt und konnte zusätzlich einen weiteren Standort kennenlernen.
Spannend war für beide vor allem der Vergleich zum eigenen Arbeitsumfeld. In Polen fiel Luise auf, dass viele Kolleginnen und Kollegen täglich im Büro sind, wodurch Kommunikation direkter und Wege kürzer werden. Ähnlich erlebte es Dominik in Padborg: viele Abteilungen in einem großen Büro, schnelle Abstimmungen, kurze Wege. „Wenn etwas war, ist man einfach kurz rübergegangen“, erzählt er. Luise bringt den Vergleich gut auf den Punkt: „Es war nicht besser oder schlechter als bei uns, sondern einfach anders. Genau das mitzuerleben, war spannend.“
Was habt ihr aus dem Austausch fachlich gelernt und was nehmt ihr persönlich daraus mit?
Fachlich haben beide vor allem den Perspektivwechsel mitgenommen. Dominik fand es spannend, Zusammenarbeit einmal aus Sicht einer Niederlassung zu erleben und nicht nur aus der Perspektive des Heimatstandorts. Luise konnte ihre Einblicke in HR-Prozesse und administrative Abläufe vertiefen, passend zu ihrem späteren Weg in den HR-Bereich.
Gleichzeitig ging es für beide um mehr als Fachwissen. Luise beschreibt, dass sie durch die Zeit in Polen selbstständiger geworden ist und viel über Kultur, Menschen und Alltag vor Ort gelernt hat. „Allein in einem Land zu sein, das man vorher nicht kannte, bringt einen weiter.“ Dominik sieht das ähnlich: Auch wenn er sich vorher schon als offenen Menschen beschrieben hätte, habe ihn der Austausch noch offener gemacht.
WARUM SICH DER AUSTAUSCH LOHNT
Wie habt ihr eure Freizeit vor Ort verbracht und gab es etwas, das euch außerhalb der Arbeit besonders in Erinnerung geblieben ist?
Auch nach Feierabend und an den Wochenenden wurde der Austausch für beide zu einer besonderen Erfahrung. Luise nutzte ihre Zeit in Polen, um Posen zu erkunden, mit dem Zug nach Danzig und Krakau zu fahren, Cafés zu besuchen und das Land auch abseits des Arbeitsalltags kennenzulernen. Besonders Danzig blieb ihr in Erinnerung: „Die Architektur ist wunderschön und die Stadt hat eine sehr lebendige Atmosphäre.“
Dominik wohnte während seines Austauschs in Flensburg und war von dort schnell am Standort in Padborg. In seiner Freizeit war er mit Kolleginnen und Kollegen beim Fußballtraining, Bowling, in Aarhus oder bei gemeinsamen Abenden unterwegs. „Ich war zwar allein dort, aber eigentlich immer mit Leuten unterwegs. Wenn ich über diese Zeit spreche, muss ich immer schmunzeln. Es war einfach eine schöne Erfahrung.“
Wie hat die Nagel-Group euch bei der Organisation und Durchführung unterstützt?
Die Organisation des Austauschs haben beide als sehr unkompliziert erlebt. Ein wesentlicher Teil lief über das europäische Förderprogramm Erasmus. Gleichzeitig wurden Luise und Dominik eng durch ihre Ausbildungsleitung sowie die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den jeweiligen Landesgesellschaften begleitet.
Unterkunft, Anreise, Einsatzplanung und die Abstimmung mit den Standorten wurden im Vorfeld gemeinsam organisiert. Dadurch wussten beide schon vor der Anreise, an wen sie sich wenden können und welche Bereiche sie vor Ort kennenlernen werden. Auch finanziell war der Austausch gut abgesichert: Reisekosten, Unterkunft und weitere Kosten wurden durch Erasmus und die Nagel-Group getragen, sodass für die Auszubildenden kaum eigene Kosten entstanden.
Was würdet ihr anderen Azubis raten, die überlegen, an einem internationalen Austausch teilzunehmen?
Anderen Auszubildenden würden Luise und Dominik den internationalen Niederlassungsaustausch klar empfehlen. Natürlich brauche es etwas Offenheit und den Mut, sich auf ein neues Umfeld einzulassen. Aber genau darin liegt für beide der größte Gewinn. „Es kann einen nur nach vorne bringen“, sagt Luise. Dominik bringt es ähnlich auf den Punkt: „Die drei Wochen vergehen unglaublich schnell. Am Ende dachte ich: Wie, die Zeit ist schon vorbei?“ Sein Fazit ist deshalb klar: „Einfach die Chance nutzen und ausprobieren.“
Der internationale Niederlassungsaustausch zeigt, wie vielfältig Ausbildung bei der Nagel-Group sein kann: fachliche Einblicke, internationale Zusammenarbeit, neue Kulturen und persönliche Entwicklung gehören hier zusammen. Für Luise und Dominic war es mehr als ein Einsatz an einem anderen Standort. Es war eine Erfahrung, die bleibt.
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